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Agri-PV-Systeme

Welches System passt
zu Ihrer Fläche?

Agri-PV ist keine Einheitslösung. Ob Obstbau, Ackerbau oder Grünland — für jede Bewirtschaftung gibt es eine passende Bauform. Hier die fünf gängigen Systeme im Überblick, mit dem Förder-Rahmen für Österreich.

Unsere gebaute Referenz ist eine Überkopf-Anlage (Schäferhof Enns, 303 kWp). Die übrigen Bauformen planen wir projektspezifisch für Ihre Fläche. Die Darstellungen sind Schemata, keine Fotos eigener Anlagen.

Unsere Referenz · Schäferhof Enns, 303 kWp

Überkopf-Anlage (hoch aufgeständert)

Die Module bilden ein lichtdurchlässiges Dach über der Kultur — bewirtschaftet wird unter der Anlage. Die Bauform mit der stärksten Schutzwirkung: Hagel, Starkregen, Sonnenbrand und Spätfrost werden abgeschirmt, die Blätter bleiben trockener, der Pflanzenschutzbedarf sinkt.

  • Geeignet für: Obstbau, Beeren, Baumschulen, Wein — auch Acker und Gemüse möglich
  • Durchfahrtshöhe: auf den Maschinenpark abgestimmt, je nach Kultur 2–5 m
  • Flächenverlust: unter 10 % — der Boden bleibt in Bewirtschaftung
  • Einordnung: aufwendigste Unterkonstruktion, dafür maximaler Kulturschutz; Förder-Zuschlag für Aufständerung ab 2 m
Planen wir für Ihre Fläche

Bodennahe Anlage mit breiten Fahrgassen

Niedrig aufgeständerte Modulreihen mit weitem Abstand — bewirtschaftet wird zwischen den Reihen, mit ganz normaler Technik. Die wirtschaftlichste Agri-PV-Bauform; auf Weiden dienen die Module den Tieren zusätzlich als Wetter- und Hitzeschutz.

  • Geeignet für: Dauergrünland und Weide (v. a. Schafe), Ackerbau
  • Fahrgassen: typisch um 9 m Bewirtschaftungsbreite zwischen den Reihen
  • Einordnung: günstigste Unterkonstruktion, dafür geringere Leistungsdichte je Hektar
  • Wichtig: Förderrechtlich zählt die Anlage nur als Agri-PV, wenn die Fläche überwiegend landwirtschaftlich genutzt bleibt — das planen wir von Anfang an mit ein
Planen wir für Ihre Fläche

Vertikale Anlage (Solarzaun)

Senkrecht stehende, beidseitig aktive (bifaziale) Module in Ost-West-Ausrichtung. Der Strom fließt vor allem morgens und abends — genau dann, wenn er im Netz gebraucht wird und besser vergütet ist. Zwischen den Reihen bleibt die Bewirtschaftung praktisch ungehindert.

  • Geeignet für: Grünland und Heuwirtschaft, Ackerbau mit großen Maschinen
  • Nebennutzen: Windschutz, Einzäunungs-Ersatz, minimaler Flächenbedarf
  • Einordnung: einfache Montage, netzdienliches Einspeiseprofil; Förder-Zuschlag für vertikale Montage
  • In Österreich erprobt: u. a. Gabersdorf/Steiermark, ~2 MWp auf Grünland
Planen wir für Ihre Fläche

Nachgeführte Anlage (Tracker)

Die Module folgen der Sonne — oder Ihrer Kultur: In empfindlichen Wachstumsphasen lassen sie sich gezielt zur Beschattung drehen, zur Bodenbearbeitung stellen sie sich senkrecht. Aktives Lichtmanagement statt fixer Verschattung.

  • Geeignet für: Ackerbau, Gemüse, Sonderkulturen
  • Nutzen: Licht je nach Bedarf zur Pflanze oder zum Modul lenken; freie Durchfahrt bei senkrechter Stellung
  • Einordnung: höchste Investitionskosten der offenen Bauformen — lohnt bei hochwertigen Kulturen
  • In Österreich erprobt: u. a. Bruck an der Leitha, ~3 MWp mit bodennahem Tracking
Sonderfall auf Anfrage

PV-Gewächshaus (geschlossenes System)

Semitransparente Module auf Gewächshaus oder Folientunnel — Strom und geschützter Anbau am selben Quadratmeter. Ehrlich eingeordnet: eine Nische mit Spezialmodulen, die sich vor allem im intensiven Gartenbau rechnet.

  • Geeignet für: Gartenbau, geschützten Obst- und Gemüseanbau
  • Technik: semitransparente Sondermodule, fix montiert
  • Einordnung: Lichtmanagement ist der kritische Punkt — Kultur und Transparenzgrad müssen zusammenpassen

Auf einen Blick

Die Systeme im Vergleich

SystemPasst zuBewirtschaftungKosten (relativ)Besonderheit
ÜberkopfObst, Beeren, Baumschule, Weinunter den Modulen€€€stärkster Kulturschutz
Bodennah, breite GassenGrünland, Weide, Ackerzwischen den Reihenwirtschaftlichste Bauform
Solarzaun (vertikal)Grünland, Ackerpraktisch ungehindert€€Strom morgens & abends
TrackerAcker, Gemüse, Sonderkulturenzwischen den Reihen€€€€aktives Lichtmanagement
PV-GewächshausGartenbauim geschützten AnbauNischeSpezialmodule

Kosten-Einordnung relativ zueinander (Unterkonstruktion und Systemaufwand), nicht als Absolutpreise zu lesen — die hängen von Fläche, Statik und Netzanschluss ab.

Förderung in Österreich

Wann gilt eine Anlage als Agri-PV?

Das EAG stellt klare Bedingungen — dafür entfällt der Förder-Abschlag, den normale Freiflächenanlagen bekommen. Die wichtigsten Kriterien (Stand 2026):

  • Die Landwirtschaft bleibt Hauptnutzung — Strom ist die Nebennutzung, mit landwirtschaftlichem Nutzungskonzept über 10 Jahre.
  • Mindestens 75 % der Fläche werden weiter landwirtschaftlich genutzt, maximal 7 % gehen durch Aufbauten verloren.
  • Innovations-Zuschlag bis +30 % auf den Investitionszuschuss für vertikale Montage oder Aufständerung ab 2 m.
  • Wahlrecht zwischen Investitionszuschuss und Marktprämie — Agri-PV ist vom 25-%-Abschlag für Freiflächen ausgenommen.

Genehmigung und Widmung sind Landessache und unterscheiden sich je Bundesland — auch das prüfen wir in der Ersteinschätzung mit. Den Förderantrag übernehmen wir.

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